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Sanierung Wasserwerk Weiher

Aus der Sitzung des Wasserzweckverband Marloffsteiner Gruppe am 04.08.2020

Bericht der technischen Betriebsführung durch die Erlanger Stadtwerke
Hr. Meier (Stadtwerke Erlangen) übergibt sein Thema Wasserverteilung nach 17 Jahren an Hr. Bergmann (Stadtwerke Erlangen). Er berichtet, es habe im letzten Quartal nur kleine Nachbesserungen und einen Rohrbruch in Dormitz gegeben.
Hr. Stumpf (Stadtwerke Erlangen) berichtet über die Wassergewinnung: der Antrag auf wasserrechtliche Entnahme für den 3. Flachbrunnen sei erteilt und der Brunnen wieder in Betrieb genommen worden. Ein Neubau des Wasserwerkes Weiher sei unaufschiebbar und dringend notwendig.

TOP 2 Vorstellung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen am Wasserwerk Weiher
Hr. Bezold (Verbandsvorsitzender): Der Verband habe in den letzten Jahren 9,8 Mio € investiert. 2,8 Mio € hiervon seien über Verbesserungsbeiträge finanziert worden. Es wurden unter anderem die Hochbehälter in Rosenbach und Adlitz im laufenden Betrieb saniert.
Im 2. Sanierungspaket sei nun das Wasserwerk in Weiher (seit 45 Jahren in Betrieb) an der Reihe. Hier werde das gesamte im Zweckverband geförderte Wasser zu Trinkwasser aufbereitet. Diese Aufbereitungsanlage sei nicht nur die einzige des Verbandes, sondern sie laufe gerade im Sommer an ihrer oberen Kapazitätsgrenze. Da es keine zweite Aufbereitungsanlage gebe, müsse eine neue Anlage neben der bestehenden gebaut werden. Danach könne die alte Anlage saniert und dann für den Notfall als Ersatz genutzt werden. Als Standort biete sich das bisherige Verwaltungsgebäude an, da es nur noch als Lagerplatz genutzt werde. Ein völlig anderer Standort komme nicht in Frage, da alle Rohre auf den jetzigen Standort ausgelegt seien.
Die Kosten für den Neubau werden derzeit auf 2,8 Mio € geschätzt. Die Wassergäste Uttenreuth und Spardorf beziehen 60% des im Zweckverband geförderten Wassers und werden entsprechend an den Kosten beteiligt. Weitere gut 5 Mio € werden für die weitere Sanierung des Rohrnetzes benötigt. Es bestehe Aussicht auf eine staatliche Förderung.
Hr. Stumpf (ESTW): Die jetzige Aufbereitungsanlage werde allmählich zu klein und die Reinigung sei im Sommer jedes Mal kritisch. Es sei versucht worden, die Anlage mit Hilfe einer Ultrafiltration zu sanieren. Diese habe auf Grund des hohen Eisen- und Mangangehaltes im Wasser nicht funktioniert. Die neue Anlage werde mit der gleichen Technik wie die bisherige geplant, allerdings um 30 bis 40% größer. Es werde wieder über Sand gefiltert, das sei die gängige Technik und laufe sehr stabil. Das Baugrundgutachten werde bereits erstellt.
Für die Berechnung der Größe der neuen Anlage wurde ein moderates Wachstum der angeschlossenen Orte angenommen. Das im Boden zur Verfügung stehende Wasser werde auf lange Sicht ausreichen. Die Wassermenge, die gefördert werden darf, sei allerdings gedeckelt. Die Lebensdauer der neuen Anlage betrage 25 bis 30 Jahre, bis sie das erste Mal saniert werden müsse.
Bei einem Ausfall der bestehenden Aufbereitungsanlage müsse eine Notversorgung über die bestehenden Verbindungen zu anderen Wassernetzen hergestellt werden. Die Verbindung vom Wasserzweckverband Langensendelbach könne maximal Atzelsberg, Rathsberg und Marloffstein versorgen. Die Verbindung zu den ESTW über Spardorf könne nur über zusätzliche Pumpen genutzt werden. Die letzte Möglichkeit seien Tanklaster, die Wasser zum Wasserturm nach Marloffstein bringen.
Die Ausführungen werden einstimmig zur Kenntnis genommen.

TOP 3 Dringender Sanierungsbedarf des Wasserwerkes Weiher; Grundsatzbeschluss über die Durchführung von notwendigen Investitionen in die Verbandsanlagen.
Es wird einstimmig beschlossen, das Wasserwerk Weiher mittels eines Ersatzneubaus zu sanieren.

TOP 4 Grundsatzbeschluss über die Finanzierung notwendiger Investitionen
Hr. Bezold: Nach Rücksprache mit den ESTW sei ein Investitionsplan für die nächsten 10 Jahre aufgestellt worden. Die Investitionen beliefen sich auf ca. 8,5 Mio €. Wieviel hiervon über eine Förderung gedeckt werden könne, sei noch nicht klar.
Sollte es wieder Verbesserungsbeiträge geben, würden sie nicht mehr auf Raten eingezogen, denn dies habe einen hohen Verwaltungsaufwand nach sich gezogen.
Es wird vorgeschlagen, die Kosten über Verbesserungsbeiträge und Gebührenerhöhungen zu decken. Ferner sollten die Bürger darüber informiert werden, was mit den letzten Verbesserungsbeiträgen finanziert wurde.
Es wird einstimmig beschlossen, die Kosten für die Investitionen der nächsten 10 Jahre über Gebühren und Verbesserungsbeiträge zu decken. Vor einem Beschluss über die Aufteilung muss zunächst die Höhe der Förderung klar sein. Für den Restbetrag sollen dem Gremium verschiedene Finanzierungsmodelle vorgestellt werden.

TOP 5 Grundsatzbeschluss Antragsstellung RZWas
Hr. Bezold: Nach Prüfung der Bedingungen zur „Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben“ (RZWas) stehe eine Förderung in Aussicht. Das Wasserwirtschaftsamt habe mitgeteilt, dass es weiterhin Förderungen für kleinere Kommunen geben werde. Die Höhe des Förderbetrags sei noch nicht klar. Auch welches Wasserwirtschaftsamt zuständig ist, sei unklar, da der Sitz des Wasserzweckverbandes in Dormitz (Oberfranken) aber die Anlagen in Weiher (Mittelfranken) liegen.
Der Verbandsvorsitzende wird einstimmig beauftragt, die Anträge für die Förderung nach RZWas zu stellen.