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Sanierung der Staatsstraße in Weiher

Wir freuen uns sehr darüber, dass Innenminister Jochim Herrmann die Sanierung der Ortsdurchfahrten von Buckenhof, Uttenreuth und Weiher mit lärmmindernden Asphalt und den Ausbau eines durchgehenden Radweges so schnell und umfassend auf den Weg bringen konnte. Wir sehen allerdings noch erhebliches Verbesserungspotential in der konkreten Planung. Dies bezieht sich insbesondere auf folgende Aspekte:

1. Fahrbahnbreite 6,50m statt 7,00m

In der Präsentation vom 14.5.2012 hat Dipl. Ing. Rainer Popp, Leiter des Bereichs Straßenbau des Staatl. Bauamts Nürnberg, noch eine Reduzierung der Straßenbreite auf 6,50m vorgeschlagen, um die Situation für die Anwohner spürbar zu verbessern. Im Planungsentwurf vom 14.05.2012 ist diese Straßenbreite noch ausdrücklich festgehalten.

Der aktuelle Vorentwurf des staatlichen Bauamts vom 7.5.2013 sieht nun eine Fahrbahnbreite von 7,00m vor. Dies führt zu erhöhten Fahrgeschwindigkeiten und macht den Effekt des lärmmindernden Asphalts im Ortsteil Weiher unnötig zunichte. Die Straßenbreite von 6,50m wäre innerorts rechtlich zulässig. Die bisherigen Argumente, bei einer Breite von 6,50m käme der Schneepflug an der Überquerungshilfe nicht mehr durch, sind nicht stichhaltig. Außerdem ist bei einer breiteren Fahrbahn auch mehr Grunderwerb von Privateigentümern nötig, was, wenn möglich, vermieden werden sollte.

2. Ortseingangsinseln

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Am Beispiel Kalchreuth kann man gut erkennen, wie sich die Aufenthaltsqualität und das Ortsbild am Straßenraum erheblich verbessern lässt: Zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit und zur Gestaltung des Ortsbildes sind Ortseingangsinseln wünschenswert. Diese sind derzeit nicht geplant, weil sie nach aktueller Rechtslage in Bayern nicht mehr zulässig seien, wenn an gleicher Stelle nicht auch eine Überquerung der Fahrbahn nötig sei. Wir werden uns dafür einsetzen, dass solche Ortseingangsinseln auch im Ortsteil Weiher errichtet werden können. Wir gehen davon aus, dass eine Lösung gefunden werden kann, die mit den rechtlichen Rahmenbedingungen in Einklang gebracht werden kann.

3. Abbiegespur am Ahornweg 100m lang

Im Bereich des Ahornweges ist eine Abbiegespur von rund 100m geplant, obwohl diese nur wenige Fahrzeuge nutzen und der Verkehrsfluss auf der Staatsstraße durch die Abbieger nicht nachhaltig gestört wird. Der asphaltierte Straßenraum ist auf der gesamten Länge dann 10,75m breit.

Wir setzen uns dafür ein, dass stattdessen eine kurze Abbiegespur und ein begrünter Pflanzstreifen in der Fahrbahnmitte geschaffen werden.

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4. Verlängerung der Busspur

Derzeit beginnt die Busspur in Richtung Erlangen ca. 100m westlich von Weiher. In älteren Plänen zur Sanierung der Staatsstraße war noch eine Verlängerung der Busspur um rund 140m bis zur Ortsmitte von Weiher vorgesehen. Wir setzen uns ein, dass diese Verbesserung für den ÖPNV auch für die aktuelle Planung realisiert wird.

5. Drei Meter breiter Rad- und Fußweg notwendig

Eine durchgehende Breite des kombinierten Rad- und Fußweges von 3,00m muss realisiert werden. Dies würde ideal korrespondieren mit der Rücknahme der Fahrbahnbreite von 7,00m auf 6,50m. Eine zügig und sicher befahrbare, durchgehende Radachse aus dem Oberland nach Erlangen kann durchaus einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens auf der Staatsstraße leisten, gerade im Hinblick auf die Erfolgswelle der Ebikes. Unsere Zählungen haben ergeben, dass schon jetzt morgens von 07:00 Uhr bis 08:00 über 100 Radfahrer den Radweg in Weiher nutzen. Wir bedauern, dass die Radwegebreite im aktuellen Entwurf des staatlichen Bauamtes weit unter diesen Vorgaben bleibt.

Auch unser Innenminister ist für einen breiteren, durchgehenden Radweg in Weiher

Diese Planung widerspricht auch dem, was unser Innenminister ausdrücklich fordert: wie viele Bürgerinnen und Bürger aus Weiher und Uttenreuth macht sich auch Joachim Herrmann ausdrücklich für einen 3,50m breiten Radweg stark und erklärt: In Weiher wiederum soll ein solcher Weg einseitig mit einer Breite von bis zu 3,5 Metern für den Radverkehr in beiden Richtungen errichtet werden.