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“Wenn es so etwas einmal in Uttenreuth geben sollte, bin ich dabei!”
Bericht zur Veranstaltung „Der Jugendgemeinderat — Ideen der Jugend im Fokus (24.10.2013)

JP

(v.l.n.r.) Selina Bahadir (JP Erlangen), Sahar Rahman (JP Erlangen) und Frederic Ruth

Für diesen Themenabend hatte Frederic Ruth mit Selina Bahadir und Sahar Rahman zwei sehr engagierte und wortgewandte Jugendpolitiker ins Uttenreuther Rathaus eingeladen. Beide sind im Erlanger Jugendparlament (kurz: JP) tätig, das bereits seit 2002 existiert. Ziel des Abends war nicht, in Uttenreuth sofort einen Jugendgemeinderat zu gründen. Vielmehr sollte den interessierten Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit gegeben werden, Infos zu dem Thema aus erster Hand zu erhalten.

Der Jugendgemeinderat ist ein Gremium, das von Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren eigenverantwortlich geführt wird. Es finden – wie beim „großen Bruder“ Gemeinderat – regelmäßig Sitzungen statt. Es wird gemeinsam eine Tagesordnung erarbeitet, Anträge formuliert, begründet und zur Abstimmung gebracht. Die Mitglieder des “JP” haben engen Kontakt zum Stadt- oder Gemeinderat und zum Bürgermeister. Das JP befasst sich mit allen Themen, die für Jugendliche an ihrem Wohnort und ihrem Umfeld von Bedeutung sind.

Die Wahl zum Jugendparlament findet alle zwei Jahre statt. Jeder Jugendliche kann sich als Kandidat aufstellen lassen, wahlberechtigt sind alle Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. Dass die Wahl zum JP unter den Jugendlichen großen Anklang findet, sieht man an den beeindruckenden Stimmenzahlen: unsere Gäste Selina Bahadir und Sahar Rahman haben bei der letzten Wahl zum Erlanger Jugendparlament rund 3.000 Stimmen erhalten.

Obwohl die Mitarbeit im Jugendparlament viel Arbeit bedeutet, kann sie sich trotzdem positiv auf die schulischen Leistungen auswirken und den Horizont deutlich erweitern, berichtete Sahar Rahman: „Ich bringe auch in der Schule meine Leistung. Seit ich im Jugendparlament bin, habe ich nicht nur an Selbstbewusstsein gewonnen, ich komme auch in Bereiche, die ich sonst nie zu Gesicht bekommen hätte”. Selina Bahadir erläuterte: “Es ist eine tolle Erfahrung, wenn zum Beispiel im Seniorenausschuss alle gespannt zuhören, wenn man sich zu Wort meldet und das, was man sagt, sehr ernst genommen wird.”

Bei den anwesenden Gästen ist der Funke jedenfalls übergesprungen: “Wenn es so etwas einmal in Uttenreuth geben sollte, bin ich dabei!” war von den Jugendlichen mehrfach begeistert zu hören.

Mit einem klaren Bekenntnis von Frederic Ruth, dass er sich für eine intensive Einbindung der Jugend in die Kommunalpolitik stark machen wird, sowie mit einem herzlichen Dankeschön an die beiden Expertinnen aus Erlangen und an Frau Sonja Stecker, in deren Händen die perfekte Gesamtorganisation des Abends lag, endete die Veranstaltung.