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Im Bürgerhaus in Weiher waren alle Sitzplätze besetzt
Bericht zur Veranstaltung „Ortsbild – Einzelhandel – Verkehr“ (18.02.2014)

JP

Frederic Ruth, Bürgermeisterkandidat und Michael Bock, Rewe Group, beim Expertenabend in Weiher

Frederic Ruth, der als unabhängiger Bürgermeisterkandidat für Uttenreuth und Weiher antritt und von der Mehrheit der Parteien unterstützt wird, hatte am 18.2.2014 zum Expertenabend „Ortsbild, Einzelhandel, Verkehr“ in das neue Bürgerhaus in Weiher eingeladen. Wieder war das Interesse weit größer als die Sitzplatzkapazität des Saals.

Frau Prof. Nadja Letzel von der TU Nürnberg machte deutlich, dass beim Ortsbild viele Veränderungen auch im Kleinen möglich sind und gab als Städteplanerin ein starkes Plädoyer für die Einbeziehung der Bürger in örtliche Planungen ab. Michael Bock, regionaler Planungsbeauftragter der Rewe-Group, erklärte, warum Rewe fest zum Standort Uttenreuth steht. Rewe habe aufwändige Gutachten in Auftrag gegeben, aus denen klar abzulesen ist, dass trotz der neuen großen Märkte, die an der Ziegelei gebaut werden, der Standort Uttenreuth weiterhin über genug Kaufkraft verfüge, weshalb der Markt auch in Zukunft bestehen bleiben wird. Esther Schuck zeigte auf, wie beim ÖPNV Verbesserungen erreicht werden können und erläuterte, was nötig ist, damit Direktbusse zu den großen Arbeitgebern und zum Uni Südgelände eingerichtet werden. Weitere erhebliche Verbesserungen seien zu erwarten durch die geplante Vernetzung der OVF-Busse mit den Stadtbussen und die Umsetzung des regional optimierten Bussystems, genannt RoBus.

Bei der Sanierung der Staatsstraße machte sich Frederic Ruth erneut dafür stark, die Straße nur so breit wie nötig zu bauen: “Mit 6,50m Straßenbreite ist die Staatstraße genauso leistungsfähig, aber es muss weniger Privatgrund abgetreten werden und es wird langsamer gefahren”. Auf die Frage, welche Kosten auf die Anwohner für die Straßensanierung zukommen, verwies Frederic Ruth auf die jüngsten Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (6 BV 03.2517 und 6 CS 12.2095). Beim Bau eines kombinierten Geh- und Radweges, so wie er auch in Uttenreuth und Weiher geplant ist, muss häufig der Freistaat die Kosten alleine tragen, sodass von den Anwohnern keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden können. Dies könnte auch für Uttenreuth und Weiher zutreffen, müsse aber noch eingehend geprüft werden.