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Rede von Frederic Ruth anlässlich der Nominierungsveranstaltung vom 21.10.2013
(es gilt das gesprochene Wort)

 

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Liebe Gäste,nominierung-frederic-ruth-21-10-2013-10liebe Uttenreuther Bürger, liebe Weiherer Bürger,
liebe Freunde,

ich freue mich, heute hier vor Ihnen zu stehen und erläutern zu können, warum ich der nächste Bürgermeister von Uttenreuth sein möchte.

Uttenreuth und Weiher, unsere beiden wunderschönen Dörfer, eingebettet in herrliche Landschaft. Ein fast endloser Wald im Süden, die ersten Ausläufer der Fränkischen Schweiz im Norden. Lebenswert vom ersten Herzschlag bis zur letzten schweren Stunde. Meine Frau Monika und ich, wir leben mit unseren drei – bald vier Kindern seit nunmehr bald 17 Jahren wieder in Uttenreuth. Ich bin als gebürtiger Uttenreuther froh, dass ich hierher zurückkommen und hier eine Familie gründen konnte.

Uttenreuth ist ein Ort, an dem Alteingesessene und Neubürger schneller zusammenwachsen als an manchem anderen Ort. Zwei Dörfer, in denen ein intensives und geselliges Vereinsleben besteht, das auch manche Spitzenleistung hervorbringt, im Fußball, im Tennis, bei der Feuerwehr oder auch im Singverein, wenn man nur an das wunderbare Konzert in St. Kunigunde von gestern Abend denkt.

Uttenreuth und den Uttenreuthern geht es mehrheitlich gut. Die Kommune ist schuldenfrei. Herr Köhler hat in den 30 Jahren seiner Amtszeit Uttenreuth geprägt und sehr vieles verwirklicht und wertvolles bewahrt – eine beeindruckende Bilanz, auf die wir sehr froh blicken können.

Wir haben eine hervorragende, zweizügige Grundschule, die erst jüngst zur musikalischen Grundschule gekürt wurde – neu saniert in einer Größe, die heute schlichtweg so nicht mehr gebaut werden könnte.

Der noch gar nicht so alte Waldkindergarten strahlt in vielen Bereichen in das Dorfleben aus, wenn man die Kinder sieht, wie sie unterwegs sind im Dorf, auf den Feldern, im Wald. Die Kinder prägen unseren Ort, und die Kinder aus dem Waldkindergarten tun dies auf ihre ganz besondere Art.

Das sanierte und um neue Krippengruppen erweiterte Matthäus Kinderhaus, “mein alter Matthäus-Kindergarten”, den ich gerne besucht habe – erst im Sommer haben wir gemeinsam den 100. Geburtstag feiern dürfen.

Das neu gebaute Kinderhaus Lummerland, ebenfalls ein ausgezeichneter Bau, modern und gleichzeitig ausgerichtet auf den alten Ortskern. Wir haben gerade im Bereich der Kinderbetreuung in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs erlebt, heute bestehen in Uttenreuth fast 300 Plätze, vom Krippenkind über die Kindergartenplätze bis hin zu den schulischen Betreuungsplätzen im Hort und in der Mittagsbetreuung.

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Turnhalle – Bücherei – VG-Gebäude – Bürgerhaus in Weiher – und die Aufzählung ist lange noch nicht vollständig. Eine wunderbare, gerade auch von den Kindern, Jugendlichen und den Vereinen gelebte Partnerschaft mit St. Gregoire.

Man könnte also sagen: alles wunderbar, so kann es doch einfach immer weitergehen. Aber Stillstand ist Rückschritt. Das klingt platt und abgedroschen, aber gerade auf Uttenreuth bezogen ist es mehr als wahr.

Den größten Fehler, den der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin machen kann, wäre, nun, in guten Zeiten, alles einfach weiter laufen zu lassen, wie es heute ist. Denn es stehen trotz der ausgezeichneten Situation große Aufgaben vor uns und warten vom ersten Tag an auf den neuen Bürgermeister.

Lassen wir alles laufen, haben wir möglicherweise schon in wenigen Jahren nicht mehr ausreichend Schüler für unsere zweizügige Grundschule. Zu den nur 29 Geburten in 2012 müssen immer wieder weitere Kinder jährlich durch Zuzug zu uns kommen. Wir haben ohne weiteren Zuzug keine ausreichende Auslastung unserer Krippen, unserer Kindergärten, unserer Kinder- und Jugendgruppen in den Vereinen, bei der Kinderfeuerwehr, im Sport.

Da ist es erfreulich, dass Vorratsflächen für später für neue Baugebiete am nordöstlichen Ortsrand bestehen. Die Ausweisung von Bauland ist aber kein Selbstläufer und auch nicht das einzige Heilmittel, denn die aktuellen Grundstückspreise sind für viele nicht erschwinglich, selbst dann nicht, wenn über Modelle wie Familien- und Einheimischenmodell die Grundstücke verbilligt abgegeben werden.

Deshalb muss auch innerorts an geeigneten Stellen über Nachverdichtung gesprochen werden. Wo heute ein einzelnes Haus auf noch 1000 qm steht, wollen morgen die Kinder, die Enkel vielleicht, wie es ja in der Vergangenheit schon oft praktztiziert wurde, 3 Häuser bauen, so dass dort bald 5, 6 oder 7 Kinder wohnen können. Doch auch Nachverdichtung passt nicht überall und es ist auch hier ganz wichtig, dieses Thema auch mit den Bürgern zu diskutieren.

Und es braucht Konzepte, die für die Bürger auch finanzierbar sind. Es tut uns als Gemeinde auf Dauer nicht gut, wenn die hohen Grundstückspreise und Mieten nur noch von “Gutverdienern” bezahlt werden können. Bei Preisen von 450.000 € aufwärts für Wohnungen und 550.000 € aufwärts für Häuser müssen wir als Gemeinde dringend gegensteuern, um weiterhin jedem, der in Uttenreuth und Weiher bleiben will oder sich hier mit seiner Familie niederlassen will, zumindest die Chance dazu zu geben.

Wohnen ist heute zu einem Luxusgut geworden. Das werde ich als Uttenreuther Bürgermeister hier bei uns ändern! Wir brauchen nicht Häuser von der Stange, getrimmt und optimiert auf Profit für den Bauträger, sondern wir brauchen moderne Lösungen, Wohnraum für alle Generationen, für Familien, Senioren, energieeffizient und barrierefrei. Dass dies nicht mehr kosten muss, hat uns Herr Architekt Rainer Eis am 10.10.2013 bei unserer Veranstaltung “Wohnen 60+ und Wohnen für junge Familien” bewiesen.

Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass in Zusammenarbeit mit einer Genossenschaft, die wirtschaftlich solide aufgestellt ist, Seniorenwohnungen gebaut werden, die dann zu günstigen Mieten (6,50 € / qm sind realistisch erreichbar) mit Dauermietrecht und mit einer Mietgarantie über 10 bis 20 Jahre, an Uttenreuther Bürger vermietet werden.

Ich werde mich als Uttenreuther Bürgermeister dafür stark machen, dass energieeffiziente Familienhäuser errichtet werden, ebenfalls von einer Genossenschaft, die dann genauso günstig an Familien gegeben werden können.

Und weil die Gemeinde von der Genossenschaft das dauerhafte Belegungsrecht erhält, kann bei einem Wechsel der Bewohner immer wieder neu dafür gesorgt werden, dass die Seniorenwohnung, die Familienhäuser Uttenreuthern zugute kommen.

Ich will auch sonst dafür sorgen, dass sich unsere Senioren und Familien wohl fühlen in Uttenreuth und Weiher und aktiv am Leben teilnehmen können. Dazu braucht es gute fußläufige Infrastruktur. Auch deshalb bin ich mehr als froh über unser unglaublich vielfältiges Gechäftsleben. In Uttenreuth bekommt man praktisch alles – welche Gemeinde kann das bieten, schauen wir uns um: Marloffstein, Langensendelbach, Effeltrich, Dormitz, Spardorf, Buckenhof?

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Für mich wird es deshalb Chefsache sein, dass die Gemeinde eng mit den Geschäftsleuten zusammenarbeitet und mit der Grundhaltung auf die Geschäftsleute zugeht, die lautet: “Was können wir für euch tun?”.

Und was das Leben für unsere Senioren leichter macht, gilt natürlich genauso für die Familien, die Kinder und alle Bürger – vor Ort einkaufen, am Ort leben und sich beteiligen, das macht genau den Unterschied, das macht Uttenreuth und Weiher zu unserem Ort, zu unserem Heimatdorf, das mir – uns sicherlich vielen von Euch, von Ihnen – so sehr ans Herz gewachsen ist.

Auch die Beteiligung der Jugend an der Ortspolitik ist mir wichtig. Am Donnerstag, den 24.10. haben wir zwei Vertreter des Erlanger Jugendparlaments eingeladen. Es ist nicht mein Anliegen, hier in Uttenreuth von oben herab einen Jugendgemeinderat zu installieren. Mein Ziel ist es vielmehr, den Jugendlichen hier, mit dieser Veranstaltung, die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren und etwas über den Tellerrand zu schauen. Ob die Jugendlichen dann – mit gewisser Unterstützung – etwas hier aufbauen wollen, dürfen und müssen sie selbst entscheiden. Mir geht es am Donnerstag nur um die Information der Jugend. Ich bin zuversichtlich, dass es eine sehr interessante Veranstaltung wird, ich kenne unsere Gäste auch von einer Jungbürgerversammlung in Erlangen und kann sagen, dass sie viel Spannendes zu berichten haben.

Ähnlich bei der Betreuung unserer Schulkinder: auch hier wurden von Karl Köhler und mit der großen Unterstützung des Gemeinderates vorbildliche Einrichtungen geschaffen. Aber auch hier wird in der Zukunft Handlungsbedarf bestehen. Niemand konnte vor einigen Jahren ahnen, dass die Angebote der Mittagsbetreuung und des Hortes so stark nachgefragt werden. Auch die gesetzlichen Grundlagen haben sich jüngst verändert. So können nun in die Mittagsbetreuung musikalische Angebote und Kreativangebote integriert werden, was sich viele Eltern sehr wünschen. Auch im Bereich der strengen, längeren Buchungszeiten gibt es vom Ministerium aus Bewegung in Richtung Flexibilität. Ein weiterer großer Wunsch der Eltern ist es, dass den Kindern der Mittagsbetreuung ein ruhiger Raum zur Verfügung gestellt wird zur selbständigen Erledigung der Hausaufgaben – ebenfalls ein sinnvolles und berechtigtes Anliegen. Andererseits muss bei alledem großes Augenmerk darauf gerichtet werden, dass an der Stellung des Horts nicht gerüttelt wird, und er nicht “ausblutet” denn der Hort ist eine essentielle Einrichtung für viele Kinder und Eltern.

Uttenreuth verfügt über ein breit gefächertes Angebot beim Musikunterricht für Kinder. Chor, Geige, Cello, Flöte, Musikalische Früherziehung, Klavier, Gesang, Percussion, Schlagzeug, Bratsche, ich kann hier nicht alle Unterrichtsangebote aufzählen. Viele Schulkinder können von Zuhause selbständig zu ihren Musiklehrern gehen. Dennoch kann sich nicht jede Familie den privaten Musikunterricht leisten.

Ich bin deshalb der Meinung, dass es ein zukunftsweisender Ansatz ist, in Uttenreuth eine kleine Musikschule aufzubauen, sei es, in Kooperation mit der Sing- und Musikschule Erlangen, sei es als eigenständige kleine Musikschule, als eingetragener Verein. Selbstverständlich dürfen die bestehenden Uttenreuther Musikangebote dadurch keine “Konkurrenz” erhalten. Diese Gefahr sehe ich aber deshalb nicht, weil einerseits das Angebot entsprechend angepasst werden kann und andererseits ich in meinen Gesprächen mit den Lehrkräften immer wieder große Zustimmung erfahren habe und auch immer wieder die klare Bereitschaft, das eigene Angebot in eine örtliche Musikschule zu integrieren, wenn die Rahmenbedingungen passend sind.

Die entscheidenden Vorteile sind: das Musikangebot könnte in den Räumen der Grundschule stattfinden. Die Kinder könnten im Hort oder der Mittagsbetreuung essen, Hausaufgaben machen und dann direkt zum Musikunterricht gehen, also sind Taxidienste der Mütter nicht mehr nötig. Mit der Integration des Musikangebots in Hort und MIB erhöht sich der staatliche Zuschuss erheblich – finanzielle Mittel, die gerade auch den Kindern zu gute kommen, die ansonsten an keinem Musikunterricht teilnehmen könnten. Zuletzt: die Hemmschwelle sinkt erheblich, wenn Musik in die Schule, die MIB und den Hort “eingebaut” ist und es zum ganz normalen Abauf gehört, einmal in der Woche nach den “Hausis” vom Hort oder der Mib aus – mit Klassenkollegen – zum Musikunterricht zu gehen.

Dass unsere vielfältigen und wunderbaren Vereine das Herzstück unserer Ortsgesellschaft sind, habe ich bereits häufig herausgestellt, viele von Euch kennen mich auch aus der Vereinsarbeit oder Elternbeiratsarbeit. Ich glaube, ich muss es hier nicht im Einzelnen ausführen, es genügt an dieser Stelle, wenn ich sage, dass ich mich stark machen werde für unsere Vereine. Und dass sie stets, sollte ich der nächste Uttenreuther Bürgermeister sein, auf meine Unterstützung und meine Überzeugungsfähigkeit im Gemeinderat zählen dürfen, wenn es um berechtigte Anliegen und Wünsche geht.

Dass es gerade auch im Bereich des Verkehrs große Aufgaben gibt, brauche ich nicht herausstellen. Ich bin Realist genug, um sagen zu können, dass eine Straßenlösung kurz und mittelfristig nach Lage der Gesetze nicht gebaut werden kann. Auch hier möchte ich ein großes Lob an Karl Köhler aussprechen, der – gegen sicherlich große Widerstände – an dem Punkt, an dem klar wurde, dass die Straße schlichtweg nicht gebaut werden kann, das Thema beendet hat und dies auch klar und deutlich gesagt hat. Jahrzehntelang ist ein wirklicher Graben durch Uttenreuth gegangen, er hat viel dafür getan, dass ich dieser Graben langsam schließt – ein ganz wichtiger Schritt für Uttenreuth.

Heute beschäftigt viele Bürger das Thema Stadtumlandbahn. Ich sage hier ganz deutlich, dass eine Stadtumlandbahn nur sinnvoll ist, wenn sie langfristig zumindest bis Neunkirchen fährt und wenn die Finanzierung gesichert ist. Die Bay. Staatsregierung hat die Sonderförderung im Nürnberger Kabinettsbeschluss vom 18.12.2012 zugesagt. Alle CSU Spitzenpolitiker vom Ministerpräsidenten Horst Seehofer bis zum Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann sehen in der Stadtumlandbahn ein zukunftsweisendes und notwendiges Verkehrsprojekt. Siemens hat eine Machbarkeitsstudie für einen 500 Millionen Campus in Auftrag gegeben. Alle großen Arbeitgeber von Areva über Puma bis zu Adidas sind stark an einer Stadtumlandbahn interessiert. Es ist deshalb richtig, dass die Bayerische Staatsregierung das Projekt in Verhandlungen weiter voranbringen will. Wichtig ist mir auch hier, die Bürger stets zu informieren und einzubeziehen.

Wenn es große Aufgaben gibt, dann braucht es drei starke Säulen, auf denen aufgebaut werden kann.

Die erste ist das Miteinander. Ich meine dies ganz greifbar, ganz zum Anfassen: ein echtes Miteinander entsteht, wenn unsere Bürgerinnen und Bürger spüren, dass ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse ernst genommen werden. Deshalb braucht es meiner Meinung nach eine groß angelegte Bürgerbefragung zu Beginn der nächsten Amtsperiode. In Uttenreuth leben Menschen mit einer sehr guten Vorstellung davon, wie sich Ihr Dorf entwickeln kann und soll. Diesen Schatz müssen wir heben. Wenn die Bürger erkennen, dass ihre Interessen und Bedürfnisse von der Politik aufgenommen werden, wird dies mehr Bürger in die Ortspolitik bringen, uns mehr Rückhalt bei unseren Entscheidungen geben und hoffentlich zu mehr Einigkeit auch im Gemeinderat führen – über ein Parteidenken hinweg.

Die zweite Säule ist eine Vision für Uttenreuth. Wir müssen es gemeinsam angehen, mit allen Bürgern aller politischen Ansichten eine Vision zu entwickeln, um auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Eine Vision könnte sein: Uttenreuth – Dorf für alle Generationen. Denn dass man in Uttenreuth in jedem Alter gut leben kann, ist ganz offensichtlich. Etwas mehr Grün, eine schönere Gestaltung entlang der Staatsstraße, ein Ortsbus, ein Wanderwegenetz um unsere Dörfer, der zügige Radwegeausbau entlang der Staatsstraße und in die Nachbargemeinden, die Entwicklung im Bereich des Ortszentrums, all das wird im Fokus sein. Auch die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts mit einer Aufwertung des Bachlaufs am Weihergraben, gerade im südlichen Bereich, für mehr Aufenthaltsqualität.

Oder die Vision, die Ortsgeschichte für alle erlebbar zu machen. Es gibt so wunderbare Anekdoten zu Uttenreuth, so ergreifende Schicksale, gerade aus den schweren Zeiten, die noch nicht lange zurückliegen. Mit anschaulichen Hinweistafeln könnte man daran arbeiten, einen historischen Ortsrundgang aufzubauen, entlang der historischen Stationen. Dies schafft Verbindung zum Dorf. Und wenn sich dann eines Tages ein kleines Ortsmuseum entwickelt, wäre das um so schöner.

Es gibt auch noch Plätze und Orte in Uttenreuth, für die auf lange Sicht eine Aufwertung angedacht werden sollte. Einen Standort zu finden für das, was in anderen Dörfern schon gelebt wird, sollten wir ebenfalls in die Vision aufnehmen. Brotbackofen – Saftpresse – Pizza – Bier, in diesen Bauch- und Herzthemen stecken in Uttenreuth noch enorme Möglichkeiten, dass Bürger miteinander etwas schaffen und aufbauen. Ich sage auch für solches bürgerschaftliches Engagement meine volle Unterstützung zu.

Und die dritte Säule ist die Fähigkeit und die Kraft, Themen anzugehen und zielstrebig zu einer Lösung zu bringen und Widerstände zu überwinden. Diese Fähigkeit zu entwickeln und ausbauen, daran arbeite ich seit vielen Jahren. Es ist zum eigentlichen Kern meines beruflichen Lebens geworden. Vielleicht, weil es mir vergleichsweise leicht fällt, mich in Fachthemen einzuarbeiten, hat sich mein Fokus immer mehr darauf gerichtet, ein Gespür für das Machbare zu entwickeln und dafür, welche Widerstände und Hindernisse es gibt und wie sie abgebaut und überwunden werden können.

Selbstverständlich werde ich im Falle meiner Wahl meine volle Schaffenskraft dem Bürgermeisteramt widmen – ein Nebeneinander von Rechtsanwalt und Bürgermeister wird es unter keinen Umständen geben.

Mir und meiner Ehefrau sind die Herausforderungen, die dieses ehrenvolle Amt an unsere Familie stellen wird, bekannt und wir haben uns – sehr bewusst – gemeinsam entschieden, diesen Schritt auch gemeinsam zu gehen. Meine Familie, meine liebe Frau Monika, ist mir das Wichtigste auf der Welt, um so mehr freue ich mich, dass Du, liebe Monika, heute hier bist, dass Du diesen Schritt mit mir gehst. Dafür und für vieles andere möchte ich Dir von ganzem Herzen danken.

Mir ist es eine Herzensangelegenheit, zu einer gelungenen Zukunft Uttenreuths und der Lebensbedingungen der Uttenreuther und Weiherer Bürger beizutragen. Ich freue ich mich sehr darauf, meine Kenntnisse und Fähigkeiten, die ich mir in meiner Tätigkeit als Jurist, am Verwaltungsgericht in Bayreuth, als Fachanwalt und Mediator erworben habe, zum Wohle Uttenreuths einzusetzen und in den Dienst Uttenreuths und der Uttenreuther Bürger zu stellen.

Ich will Bürgermeister aller Uttenreuther und Weiherer Bürger sein – frei von allen Parteiinteressen. Wer Bürgermeister unserer Gemeinde wird, muss zuallererst bereit sein, verlässlicher Arbeiter im Dienste der Gemeinde und der Bürger zu sein – am Schreibtisch, in Verhandlungen, in Ratssitzungen und direkt bei den Bürgern.

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Und es gilt, Uttenreuth überzeugend zu repräsentieren. Ich traue mir diese Aufgaben zu. Bitte vertraut auch mir. Darum bitte ich Euch heute, mir eure Stimme zu geben für die Kandidatur als Bürgermeister von Uttenreuth und Weiher.

Vielen Dank!

 

 

 

(Wahl, Auszählung)

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Liebe Freunde,

ich freue mich sehr über das Ergebnis, das ich so nicht erwartet habe! Ich danke Euch für Euer großes Vertrauen.
Danken möchte ich hier aber auch meinen Eltern, die einiges mit mir mitgemacht haben. Ich war sicher kein einfacher Schüler, eher ein kritischer Kopf, doch ich war immer ein frohes Kind, und das kommt daher, dass ich die Liebe meiner Eltern immer spüren durfte.

Und ich möchte heute und hier erinnern an meinen Uttenreuther Uropa, der zum Glück so lange gelebt hat, dass ich ihn noch sehr gut in Erinnerung habe und als kleiner Junge viele Stunden mit ihm verbringen konnte. Mein Uropa Heinrich Müller, der hier in Uttenreuth in der Nazizeit standhaftes SPD Mitglied war und dafür sehr viel riskiert hat – sein Mut und seine Standfestigkeit waren mir schon in der Kindheit und Jugend ein großes Vorbild und haben mich geprägt. Dass es heute mein Herzenswunsch ist, Bürgermeister von Uttenreuth zu werden, um all das umzusetzen, was ich heute vorgestellt habe, damit es den Menschen hier und hoffentlich auch ein wenig den Menschen anderswo, ein kleines bisschen besser geht, hat viel auch mit ihm zu tun.

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Es stehen arbeitsreiche, spannende Monate vor uns. Ich bitte euch dabei, nicht auf die anderen zu schauen, sondern alleine auf das, was wir umsetzen können, auf unsere Ideen, Pläne und unsere Stärken.

Ich weiß, dass ihr mich auch dafür schätzt, dass ich im Wort versöhnlich und dennoch in der Sache hart sein kann, ich möchte deshalb die Fairness und den guten und respektvollen Umgang mit unseren Mitbewerbern als die wichtigste Grundlage begreifen.

 

Wir haben es in der Hand und ihr habt es in der Hand, ob wir uns am 16.03.2014 darüber freuen können, dass wir den Uttenreuther Bürgermeister stellen. Nehmt die gute Stimmung von heute mit hinaus zu euren Freunden, in eure Vereine, in eure Gespräche mit Nachbarn und Bekannten. Lasst uns gemeinsam für Uttenreuth und Weiher daran arbeiten!

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Damit es gut weitergeht in Uttenreuth.

Ich danke Euch!

 

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